Preisverleihung „Sterne des Sports” in Gold 2016, DZ BANK, 23.01.2017 - v.l.n.r.Alfons Hörmann (Präsident Deutscher Olympischer Sportbund), Joachim Gauck (Bundespräsident), Richard Weigert (1. FC Rieden e.V.), 
Dr. Michael Doblinger (Raiffeisenbank Unteres Vilstal eG), Uwe Fröhlich (Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
Preis­ver­lei­hung „Sterne des Sports” in Gold 2016, DZ BANK, 23.01.2017 — v.l.n.r.Alfons Hörmann (Präsi­dent Deutscher Olympi­scher Sport­bund), Joachim Gauck (Bundes­prä­si­dent), Richard Weigert (1. FC Rieden e.V.), Dr. Micha­el Doblin­ger (Raiff­ei­sen­bank Unteres Vilstal eG), Uwe Fröhli­ch (Präsi­dent des Bundes­ver­ban­des der Deutschen Volks­ban­ken und Raiff­ei­sen­ban­ken (BVR)

Der 1. FC Rieden beim Bundeswettbewerb in Berlin

Der 1. FC Rieden e.V. sichert sich den kleinen Stern des Sports in Gold

Ein unbeschreib­li­ches Erleb­nis und eine erkennt­nis­rei­che Reise für den 1. FC Rieden bedeu­te­te die Einla­dung zur Verlei­hung der Golde­nen Sterne des Sports im Atrium der Deutschen Zentral-Genos­sen­schafts­bank am Branden­bur­ger Tor in Berlin.

Wenns auch nicht der Große Stern in Gold wurde — die Vereins­de­le­ga­ti­on in Beglei­tung der beiden Vorstän­de der Raiff­ei­sen­bank Unteres Vilstal, Dr. Micha­el Doblin­ger und Karl Schlag­bau­er — war überaus glück­li­ch, als Bayern­sie­ger unter den besten Bewer­bern Deutsch­lands bei dieser Gala vertre­ten zu sein und zumin­dest einen kleinen Golde­nen Stern des Sports für ihr Konzept in Sachen Umwelt und Energie mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Der FC Rieden gratu­lier­te der Eintracht Hildes­heim als Sieger des Wettbe­werbs. Der nieder­säch­si­sche Sport­ver­ein erhielt für sein Engage­ment, Sport-Arbeits­ge­mein­schaf­ten an Ganztags­schu­len der Stadt anzubie­ten und so rund 1.300 Kindern in der Woche ein Angebot zu ermög­li­chen, mit dem der Schul­sport ergänzt wird. An zehn Schulen bietet dieser Verein 44 Kurse an. Bei der zweitä­gi­gen Veran­stal­tung wurde am Sonntag­abend bereits zum zweiten Mal der Publi­kums­preis des DOSB bekannt­ge­ge­ben und eine Gelegen­heit für die 16 Sieger aus den Bundes­län­dern zum gegen­sei­ti­gen Kennen­ler­nen geboten.

Wie schon beim Landes­ent­scheid in Bad Gögging trafen die Riede­ner in Berlin wieder die mehrfa­che Deutsche Meiste­rin, Europa- und Weltmeis­te­rin im Kickbo­xen und Profi­bo­xen, Sänge­rin und Modera­to­rin Tina Schüs­s­ler (42) und Lebens­part­ner Clemens Brocker aus Augsburg. Als Folge eines angebo­re­nen Herzfeh­lers erlitt Schüs­s­ler 2009 einen schwe­ren Schlag­an­fall und kämpf­te sich in der Folge mühsam ins Leben zurück und starte­te ihr Comeback. Tina Schüs­s­ler ist  u. a. Patin des Kinder­schmerz­zen­trums Augsburg, Botschaf­te­rin des BRK, der Bayeri­schen Krebs­ge­sell­schaft e.V., des Mutter-Kind-Zentrums am Klini­kum Augsburg und für das Projekt „Stunde des Herzens“. Zusam­men mit Jérôme Boateng, Lukas Podols­ki und vielen weite­ren Promi­nen­ten macht sie sich auch für die DKMS stark. Nach einer angereg­ten Unter­hal­tung sagte Tina Schüs­s­ler zu, Rieden demnächst zu besuchen.

Am Montag­mor­gen beton­te die Modera­to­rin Katrin Müller-Hohen­stein, dass mit der Preis­ver­lei­hung “die größt­mög­li­che Bühne für das ehren­amt­li­che Engage­ment in Deutsch­land, verbun­den mit dem persön­li­chen Dank des Bundes­prä­si­den­ten Joachim Gauck geboten werde”. Der Präsi­dent des Deutschen Olympi­schen Sport­bun­des (DOSB) Alfons Hörmann machte in seiner Begrü­ßungs­re­de deutli­ch, dass  “die 90.000 Sport­ver­ei­ne mit 300 Millio­nen Stunden ehren­amt­li­cher Arbeit als sozia­le Tankstel­len fungie­ren und die Verei­ne den Kitt in unserer Gesell­schaft darstel­len. Dort werden Menschen zusam­men­ge­führt und verbun­den und dadurch bleibt unser Land in Bewegung”. Angespro­chen auf die unruhi­ge Situa­ti­on im Land, den Zusam­men­halt der Gesell­schaft und damit zusam­men­hän­gend auf die Rolle der Verei­ne setzte Joachim Gauck — wie er scher­zend anmerk­te — zu einer Art Grund­satz­re­de an. Gauck meinte: “Entschei­dend ist die Haltung! Aus unter­schied­li­chen inter­na­tio­na­len politi­schen und wirtschaft­li­chen Gründen sowie manch populis­ti­sche Bewegun­gen lösen ein Unbeha­gen in der Gesell­schaft aus, das in diesem Ausmaß bisher unbekannt war. Dadurch, dass in den Medien immer mehr über Proble­me berich­tet werde als über die Erfol­ge, entste­he ein schie­fes Bild bei der Wahrneh­mung der Reali­tät. So werde unser Land und unsere Demokra­tie bedroh­ter und gefähr­de­ter, als es tatsäch­li­ch ist. Und so braucht das Land Stützen des Zutrau­ens zu sich selbst und des Optimis­mus und auch des Willens, damit wir gestärkt werden — und zwar zum Positi­ven. Wir brauchen dieses Training von Energie und des Glaubens an sich selbst und an die Zukunfts­fä­hig­keit. Und hier baut der Sport als Ganzes über die hervor­ge­ru­fe­ne Haltung eines jeden einzel­nen Demokra­tie mit”.

Persön­li­ch richte­te Gauck die Botschaft an die Vereins­ver­tre­ter: “Sie haben über die Erfol­ge in Ihren Verei­nen hinaus auch eine sehr, sehr wichti­ge Bedeu­tung für das gesam­te Funktio­nie­ren unserer freien und demokra­ti­schen Gesell­schaft. Durch seine Anwesen­heit zolle er seinen Respekt und seine Dankbar­keit.” Der Spontan­bei­fall der mehr als 400 Gäste zeugte davon, dass Gauck ihnen aus dem Herzen sprach.

Uwe Fröhli­ch als Präsi­dent des Bundes­ver­ban­des der Deutschen Volks- und Raiff­ei­sen­ban­ken bezeich­ne­te den Beistand der Volks- und Raiff­ei­sen­ban­ken für die Verei­ne als Verpflich­tung. “Es sei ihm als regio­nal veran­ker­te Genos­sen­schafts­ban­ken wichtig, die heraus­ra­gen­den Initia­ti­ven der Verei­ne zu fördern, damit sie ihre Ideen auch in Zukunft verwirk­li­chen können.” In einer Präsen­ta­ti­on wurde das schon mehrfach auf kommu­na­ler, Bezirks- und Landes­ebe­ne ausge­zeich­ne­te Umwelt- und Energie­kon­zept des 1. FC Rieden vorge­stellt.

In dem vom Vereins­vor­stand entwi­ckel­ten und durch die Mitglie­der umgesetz­ten und geleb­ten Konzept steht das Ziel, die Energie­wen­de mitzu­ge­stal­ten, die Verant­wor­tung für kommen­de Genera­tio­nen ernst zu nehmen und Vorbild für andere Verei­ne zu sein. Die bisher umgesetz­ten Projek­te wurden anschau­li­ch darge­stellt. Aus den Händen des Bundes­prä­si­den­ten Joachim Gauck, des DOSB- Präsi­den­ten Alfons Hörmann und BVR-Präsi­den­ten Uwe Fröhli­ch erhielt Richard Weigert stell­ver­tre­tend für die Vereins­mit­glie­der, beglei­tet durch den Vorstand der Raiff­ei­sen­bank Unteres Vilstal Dr. Micha­el Doblin­ger, den Golde­nen Stern mit Anerken­nungs­ur­kun­de verbun­den mit einer Geldprä­mie.

Bei der Vorstel­lung der Projek­te der weite­ren Verei­ne zog sich wie ein roter Faden die Erkennt­nis durch die Veran­stal­tung, dass genau dort, wo der Staat  keine Antwor­ten mehr habe, die Verei­ne einsprin­gen. Bei der Verab­schie­dung durch Katrin Müller-Hohen­stein gab es abschlie­ßend Standing Ovati­ons für den Bundes­prä­si­den­ten. Ein sicht­li­ch gerühr­tes und überaus sympa­thi­sches Staats­ober­haupt verließ nach einer seiner letzten Amtshand­lun­gen die Bühne.

Die Auszeich­nung “Stern des Sports” wurde bereits zum 13. Mal verge­ben. Die 16 Gewin­ner hatten sich zuvor in einem dreistu­fi­gen Wettbe­werb auf der Lokal- und Landes­ebe­ne mit dem “Großen Stern des Sports” in Bronze und Silber durch­ge­setzt und sich so für das Bundes­fi­na­le quali­fi­ziert. Ausge­schrie­ben wird der Wettbe­werb von den Volks­ban­ken Raiff­ei­sen­ban­ken gemein­sam mit dem DOSB seit 2004. Die Jury bestand aus Sport­funk­tio­nä­ren, Spitzen­sport­lern, Vertre­tern von ARD, ZDF und der Presse. Durch die Prämie­run­gen auf Orts-, Landes- und Bundes­ebe­ne flossen den teilneh­men­den Verei­nen bisher rund 5,5 Millio­nen Euro zuguns­ten ihres gesell­schaft­li­chen Engage­ments zu. 

Bemer­kens­wert ist das Echo dieser Veran­stal­tung und damit die Wertschät­zung für die Arbeit in den Verei­nen im Inter­net, in Presse, Funk und Fernse­hen.  Zu den ersten Gratu­lan­ten des 1. FC Rieden nach dem offizi­el­len Teil zählten MdB Claudia Roth, Dr. Rainer Koch (1. Vizeprä­si­dent des DFB und BVF-Präsi­dent), DOSB-Vorstands­vor­sit­zen­der Micha­el Vesper und eben Profi­sport­le­rin Tina Schüs­s­ler. Zuvor schon drück­ten sowohl der Bayeri­sche Minis­ter­prä­si­dent Horst Seeho­fer als auch MdB Alois Karl in einem Anerken­nungs­schrei­ben ihren persön­li­chen Dank aus.

Ein einzigartiges Erlebnis in Berlin

WIR LEUCHTEN MIT DEN STERNEN DES SPORTS

Ausge­zeich­ne­te Vereins­ar­beit

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