Wir trauern um eine herausragende Persönlichkeit

Eine sehr trauri­ge Nachricht erreich­te uns in den letzten Tagen: Wir trauern um unseren geschätz­ten Freund und Ehren­mit­glied Franz Fuchs, der am vergan­ge­nen Mittwoch­abend, 25.07.2018, auf tragi­sche Weise durch einen Verkehrs­un­fall ums Leben gekom­men ist.

Franz Fuchs war seit 01.01.1963 Mitglied im 1. FC Rieden. Seine sport­li­che Heimat war seit seiner Kindheit der Fußball­sport. Er durch­lief sämtli­che Jugend­mann­schaf­ten seines Heimat­ver­eins und wechsel­te folge­rich­tig als eine der Stützen der ersten Mannschaft sofort in die erste Mannschaft. Ledig­lich von 1975 bis 1980 führte ihn seine beruf­li­che Tätig­keit als Lehrer nach Abenberg. Auch dort avancier­te er sofort zu einer der tragen­den Säulen in der sport­lich erfolg­reichs­ten Zeit der DJK Abenberg in der damali­gen Bezirks­li­ga mit Relega­ti­on zur Landes­li­ga und der DFB-Pokal-Haupt­run­de gegen den Bundes­li­gis­ten SV Darmstadt 98. Diese herzli­che Verbin­dung sollte für den 1. FC Rieden auch noch weit danach von Vorteil sein. Den Stellen­wert der Verbun­den­heit zum 1. FC Rieden inner­halb der Familie Fuchs zeigt sich darin, dass alle Mitglied im Verein sind; seinen Enkel Maximi­li­an hat Franz Fuchs mit dessen Geburt beim Verein als Mitglied angemel­det.

Seine pädago­gi­schen Fähig­kei­ten setzte er immer wieder zum Wohle des Vereins ein und trat stets als ausglei­chen­des und vermit­teln­des Element in Erschei­nung. In der Jugend­ar­beit brach­te er sich als Trainer ein, war stets bereit, als Schieds­rich­ter Spiele zu leiten und stand beratend allen Trainern und Betreu­ern zur Verfü­gung.

Nach seiner Rückkehr von der DJK Abenberg zum 1. FC Rieden übernahm Fuchs in den Spiel­zei­ten 1980/81 — 1982/83 den Posten des Trainers der ersten und zweiten Mannschaft in der damali­gen A-Klasse (jetzt Kreis­li­ga). Auch in der Folge­zeit übernahm er, wenn Not am Mann war,  das eine oder andere mal kurzfris­tig den Trainer­pos­ten.

1983 war Fuchs eine der treiben­den Kräfte, die die Wieder­grün­dung seines Stecken­pfer­des — der Alten-Herren-Mannschaft — betrie­ben. Seit dieser Zeit stell­te sich Fuchs als Trainer und Spieler der AH-Mannschaft zur Verfü­gung. Mit über 600 Spielen steht Fuchs an der Spitze der Einsatz­sta­tis­tik der AH. Durch seine freund­schaft­li­chen Verbin­dun­gen zur DJK Abenberg kam es lange Zeit zu regel­mä­ßi­gen mehrtä­gi­gen Besuchen und Gegen­be­su­chen beider Verei­ne. Sport­lich und gesell­schaft­lich entwi­ckel­te sich zwischen beiden Verei­nen eine enge Freund­schaft, so dass Trainings­la­ger der Jugend- und Senio­ren­mann­schaf­ten zur Selbst­ver­ständ­lich­keit wurden. Auch die meisten AH-Spiele wurden gegen die DJK Abenberg ausge­tra­gen. Als Organi­sa­tor zahlrei­cher Fahrten und Ausflü­ge trat er ebenso in Erschei­nung — Freund­schafts­spie­le der AH gegen den FC Bayern München mit Stadi­on­be­su­chen in München gehör­ten dabei mit zu den unver­gess­li­chen Highlights.

Ab 1985 beleb­te Fuchs beim FC Rieden im unteren Jugend­be­reich wieder die Nachwuchs­ar­beit und übernahm auch hier — zusätz­lich zur AH — das Amt des Jugend­trai­ners.

Das Amt des Schrift­füh­rers des Gesamt­ver­eins beklei­de­te Fuchs von 1991 — 1996. In dieser Zeit wurden im Verein entschei­den­de Weichen gestellt und Fuchs war daran wesent­lich betei­ligt. Das neue Sport­heim wurde fertig gestellt und die Fußball­ab­tei­lung hatte mit dem Aufstieg der Senio­ren­mann­schaft in die Bezirks­ober­li­ga sport­lich ihren bishe­ri­gen Höhepunkt erreicht. Neue Sparten wurden in den Gesamt­ver­ein integriert und das 40jährige Vereins­ju­bi­lä­um galt es zu organi­sie­ren. In dieser Zeit standen vor allem immer die Inter­es­sen des Gesamt­ver­eins in seinem Fokus.

Als “Vereins­ni­ko­laus” war Franz bei den Weihnachts­fei­ern der Senio­ren- und Jugend­mann­schaf­ten über Jahrzehn­te eine Insti­tu­ti­on, bei Preis­schaf­kopf­tur­nie­ren übernahm er die Organi­sa­ti­on und Leitung, er war in den 80er-Jahren mit dabei, als der FC-Faschings­ball und das FC-Sommer­fest ins Leben gerufen wurden. Bei Fragen und Proble­men war er stets ein geschätz­ter Gesprächs­part­ner und Ratge­ber unter­stütz­te den Verein in jeder erdenk­li­chen Art und Weise. Bei Arbeits­ein­sät­zen, Bauvor­ha­ben und Festen war er als Helfer immer in vorders­ter Reihe zu finden. Franz war ein Kenner der gewach­se­nen Vereins­struk­tu­ren und damit z. B. bei Fragen in vereins­recht­li­chen Angele­gen­hei­ten und bei den General­ver­samm­lun­gen als Wahlvor­stand eine kompe­ten­te Persön­lich­keit. Franz Fuchs war durch sein heraus­ra­gen­des Engage­ment, seine Erfah­rung und seine Integri­tät ein Vorbild und unver­zicht­ba­rer Bestand­teil des 1. FC Rieden.

Unser tiefes Mitge­fühl gilt den Angehö­ri­gen und der Familie von Franz. Wir sind in Gedan­ken bei Dir und werden Dich immer als einen sehr guten Freund in Erinne­rung behal­ten.

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